Karriere

Was macht eigentlich ein Recruiter?

Profilerstellungen, Vorstellungsgespräche, Bewerbercoachings – der Job eines Recruiters ist kommunikativ, abwechslungsreich und erfordert viel Empathie. Doch wie sieht ein ganz normaler Arbeitstag genau aus und welche Aufgaben stehen täglich an? Unsere Kollegin Nina hat uns einen Einblick in ihrem Berufsalltag gegeben. Nina hat bei Academic Work als Werkstudentin im Recruiting angefangen, startete nach ihrem Abschluss in Vollzeit und rekrutiert nun seit fast 2 Jahren in den Branchen IT & Technologie.

Was sind die Aufgaben eines Recruiters?

Profiling mit den Ansprechpartnern der Fachabteilungen. Als Recruiter besprichst du mit deinem Ansprechpartner in der jeweiligen Fachabteilung das gesuchte Bewerberprofil eingehend. Dabei wird unter anderem geklärt, welche Praxiserfahrung und Fachkenntnisse der Kandidat mitbringen sollte.

Stellenanzeigen schreiben. Im nächsten Schritt gilt es, möglichst schnell viele Bewerbungen zu generieren. Dabei spielt die Stellenanzeige eine wichtige Rolle. Wie ein Schaufenster für die Position vermittelt sie Bewerbern eine Übersicht vieler relevanter Informationen wie Aufgabengebiet, Anforderungen und wichtige Eckdaten zum Unternehmen.

Active Sourcing. Die Stellenanzeige reicht heute oft als einziger Kanal nicht mehr aus. Kandidaten direkt anzusprechen und ihnen die Stelle vorzustellen, gehört zum modernen Recruiting fest dazu. Berufliche soziale Netzwerke wie Xing und LinkedIn sind heute die meist genutzten Tools für die aktive Kandidatensuche. Dabei ist es besonders wichtig, potentielle Kandidaten persönlich anzuschreiben und sich auf ihre Interessen zu beziehen, statt unkreative Standardnachrichten zu versenden.

Vorstellungsgespräche. Eingegangene Bewerbungen werden gescannt und interessante Kandidaten zu einem persönlichen oder telefonischen Vorstellungsgespräch eingeladen. In diesem möchte der Recruiter die Persönlichkeit des Bewerbers kennenlernen, um einschätzen zu können, ob dieser ins Team passt und die richtige Motivation mitbringt. Besonders bei technischen Profilen ist daneben vor allem technisches Know-how ausschlaggebend.

Nina ist als Recruiter & Consultant Manager tätig. Das heißt, sie betreut Mitarbeiter, die bei den Partnerunternehmen von Academic Work als externe Consultants angestellt sind, auch nach der Vertragsunterzeichnung weiter und kümmert sich z.B. um Gehaltszahlungen, Sozialversicherung und alle weiteren Themen, die das Anstellungsverhältnis betreffen.

Welche Fähigkeiten sind besonders wichtig?

Recruiter sollten über sehr gute Kommunikationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen und Menschenkenntnis verfügen. Im Berufsalltag sind zudem einen hohes Maß an Organisationstalent und Flexibilität wichtig, da der Workload oft schwankt und viele Aufgaben zeitgleich und unter Termindruck bearbeitet werden müssen.

Darüber hinaus sollten Recruiter auch fachliches Verständnis für die jeweilige Branche mitbringen und ihre Zielgruppe genau kennen. Nina hat sowohl Kandidaten für den Bereich IT als auch Ingenieurwesen rekrutiert und weiß, dass gerade bei diesen der Wunsch nach Herausforderungen und der Arbeit mit technischen Innovationen oft wichtiger ist als die Büroräume oder das Gehalt.

Welche Ausbildung sollte man mitbringen?

Nina hat sich schon früh für das Recruiting interessiert und sich daher bereits während ihres Masters auf HR konzentriert. Doch nicht alle Recruiter hatten die Personalbranche schon im Studium im Visier. Auch viele Absolventen der Geisteswissenschaften, Psychologie, Soziologie oder wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge führt der Berufsweg in die HR-Branche. Der Einstieg gelingt meist durch ein Praktikum oder eine Werkstudentenstelle.

Welche Entwicklungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen bietet der Beruf?

Recruiting und Personal ist ein sehr breites Feld, indem man sich beispielsweise auf eine bestimmte Branche, Personalberatung, Personalmarketing oder Personalentwicklung spezialisieren kann. Je nach Spezialisierung gibt es viele Aufstiegschancen, z.B. als Team Manager oder Head of Talent Acquisition.

Vielen Dank an Nina für die Beantwortung all unserer Fragen!

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